„I dads ned wieda heagebn!“

Fast den südöstlichsten Zipfel der Bundesrepublik stellt die Gemeinde Kirchdorf am Inn dar. Hier existiert der Lackierbetrieb Schachtner seit fast genau 50 Jahren.

Wer Informationen über den Betrieb im Internet sucht, wird ausschließlich auf exzellente Google-Bewertungen stoßen. Für eine Webseite sieht Georg Schachtner keine Notwendigkeit, denn in seinem Betrieb rappelt es richtig! „Wenn wir Zeit hätten, würden wir vielleicht auch unser Jubiläum feiern...“

„Es ist leichter zu verarbeiten, als die Systeme, die ich bisher im Einsatz hatte“

Zu Schachtners Kunden gehören seit fünf Jahrzehnten z.T. zahlreiche Auto­häuser. Aufgrund der exzellenten Reputation finden auch jede Menge Privatkunden den direkten Weg zu ihm. Schachtner ist ein Tüftler und durch und durch Handwerker. Er weiß genau, wann er einen extra schnellen Klarlack einsetzen kann und bei welchen Flächen eher Vorsicht geboten ist, um ein exzellentes Lackierergebnis zu erzielen. Seit November 2019 nutzt er ein Lackiersystem, das in Deutschland nahezu unbekannt ist, aber in einigen Nachbarländern angeblich bereits eingeführt wurde.

Nun sind Revolutionen in der Lack-Technologie recht selten und kündigen sich oft durch einzelne Innovationsschritte an. Bei dem System, das Schachtner verarbeitet, wird jedoch deutlich, dass sich die Entwickler Gedanken um die Anwenderfreundlichkeit gemacht haben. Hierbei handelt es sich um ein Produkt aus dem Haus Axalta, das mit drei Lackmarken im deutschen Markt vertreten ist.

Was für dieses Produkt spricht, erläutert Firmenchef Georg Schachtner, der für Neuerungen aufgeschlossen ist: „Ich teste gern, wenn das Produkt auch preislich interessant ist.“

Wie haben Sie denn getestet? ...gleich am offenen Herzen oder haben Sie erst mal ein paar Musterbleche lackiert?
„Wir haben Syrox gleich probiert, ohne mit der Wimper zu zucken. Wir hatten vorausgesetzt, dass das Material funktioniert.

Unser Lackierer wurde zwar eingearbeitet, aber meines Erachtens ist der Einsatz eines Anwendungstechniker nicht erforderlich. Und da wir schon lange Jahre mit einem Farbton-Messgerät arbeiten, kamen wir mit dem neuen Material zurecht, obwohl es ohne Farbtondokumentation daherkommt.“

Kein Farbton-Katalog... – ist das nicht nachteilig?
„Grundsätzlich machen wir zu jedem Auftrag auch ein Musterblech und beschriften es mit Etikett inkl. Barcode, so dass wir eine eigene Dokumentation aufbauen, auf die wir vertrauen können.
Wenn später noch mal der gleiche Farbton in unsere Werkstatt kommt, können wir anhand des Musterbleches und dem damit verbundenen Barcode sofort die Formel aufrufen, ohne uns durch tausende Mischformen durcharbeiten zu müssen.“

Nun sind die Mischlacke in diese ungewöhnlichen Flaschen abgefüllt... Wie kommen Sie damit zurecht?
„Der große Vorteil ist, man hat immer ein frisches Gebinde und muss nicht mit den Rührwerken hantieren, an denen dann irgendwo der eingetrocknete „Dreck“ dran ist. An den Flaschen mit den Mixtönen verklebt nichts, wir gehen nach dem Ausmischen mit einem Tücherl über die Spitze drüber. Das Tolle an den Flaschen ist, dass man sie komplett entleeren kann; man stellt sie einfach auf den Kopf und holt so den letzten Tropfen heraus.“

Sie sind von den etablierten Marken 3 oder 3,5 Liter Gebinde gewohnt; hier stehen jedoch auch winzige Fläschchen im Regal...
„Da wir ganz selten eine Ganzlackierung machen, bei der wir vielleicht anderthalb Liter Weiß oder Silber bräuchten, sind die größten Gebinde mit 0,8 l für uns ok. Die Füllmengen sind völlig in Ordnung. Die kleinen 100 ml Mischlacke brauchen wir ganz selten. Sie haben den Vorteil, dass sie nicht alt werden. Zudem müssen wir uns nicht so viel teure Mischlacke dahinstellen.“

Ok, wie sieht es mit dem Verbrauch aus?
„Auch bei den brillanten Rottönen ist das System gleichwertig zu den bekannten Systemen. – Man muss damit umzugehen wissen: Der erste Lackiergang darf nicht zu dünn sein. Da muss man schon was drauflegen – ich würd’ sagen, so um die 75 Prozent – damit man nicht am Ende zu viel Material braucht.“

Und die Verarbeitung...?
„Es ist sogar leichter zu verarbeiten, als die Systeme, die ich bisher im Einsatz hatte. Die ganze Einspritztechnik ist bedeutend sicherer – es kommt praktisch nicht mehr zu Versandungen.
I dad’s ned wieda heagebn!“

Aber Sie nutzen zwei Systeme in Ihrem Betrieb...
„Ja, wir haben zwei Systeme im Einsatz; und wenn man’s übers Jahr rechnet, schätze ich, dass wir ungefähr die Hälfte mit dem neuen Material fertigstellen

https://www.syrox-autolack.de/


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