Mit Weitsicht die Zukunft planen

Bei der Schadensteuerung geht die Schere immer weiter zu Lasten der betrieblichen Renditen auf. Die Marktanalysen des BVdP zeigen, wo Steuerer und Betriebe Handlungsbedarf haben.

Die Studien zur Kostenentwicklung sowie zur Konjunktur- und Stimmungslage bilden bei den Schadensteuerungsbetrieben mittlerweile einen Zeitraum von zehn Jahren ab. Die Entwicklungen sind erschreckend, denn sie zeigen, dass sich die Schere immer weiter zu Lasten der betrieblichen Renditen öffnet. Darunter leidet auch eindeutig die Zufriedenheit der Unternehmer und erreicht den tiefsten Stand seit Beginn der Studien.

„Es ist höchste Zeit, gemeinsam mit allen Marktteilnehmern die Zukunft der Schadensteuerung mit Weitblick zu planen, damit auch morgen noch das Erfolgsmodell Schadensteuerung funktioniert.“

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl verkaufter Stunden kontinuierlich erhöht. Diese Tendenz ist zunächst positiv zu betrachten und ist ein Zeichen für Wachstum und gute Auslastung. Auch wurden die Prozesse in den Unternehmen stetig optimiert. Nur durch die hohe Auslastung und bessere Effizienz ist es gelungen, die immer weiter steigenden Kosten auf mehr verkaufte Stunden umzulegen.

Die Entwicklung zeigt, dass Betriebe hierbei ihre Grenze erreicht haben. Prozesse lassen sich nicht beliebig verbessern und die verfügbaren Arbeitsplätze nicht unendlich erweitern. Immer mehr administrative Aufgaben, Servicepersonal, Ersatzfahrzeuge und unentgeltliche Zusatzarbeiten müssen über die verkauften Stunden erwirtschaftet werden. Ein Zustand, der unter den gegebenen Rahmenbedingungen bedrohliche Schäden in den Unternehmen zur Folge hat.

Es ist höchste Zeit, gemeinsam mit allen Marktteilnehmern die Zukunft der Schadensteuerung mit Weitblick zu planen, damit auch morgen noch das Erfolgsmodell Schadensteuerung funktioniert.

Die gesamte Studie wird in der Printausgabe FML Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer Juli/August 2020 ausführlich behandelt.