Profi-Club: agil und anpassungsfähig

Wie der Profi-Club die derzeitige Situation meistert und wie er für die Zukunft aufgestellt ist klärt ein Interview mit ​Detlef Hartleib, seit 1998 ununterbrochen im Vorstand.

Detlef Hartleib ist seit 25 Jahren Mitglied im 1990 gegründeten Spies Hecker Profi-Club und seit 1998 ununterbrochen im Vorstand. Dass das Jubiläumsjahr 2020 derart ungewöhnlich werden würde, konnte auch er nicht ahnen. Wie der Profi-Club die derzeitige Situation meistert und wie er für die Zukunft aufgestellt ist: Ein Gespräch darüber, warum alles ganz anders und doch wie immer ist.

Herr Hartleib, wie lief 2020 bis jetzt in Ihrem Betrieb?
Wir hatten glücklicherweise genügend Auslastung in unseren verschiedenen Geschäftsfeldern – Nutzfahrzeuge, Industrielackierung und PKW-Instandsetzung –, so dass wir alle 18 Mitarbeiter unserer Firma durchgehend beschäftigen konnten. Eine Herausforderung war es hingegen, dass nicht alle durchgehend wie gewohnt zur Arbeit kommen konnten. Ich habe ein recht junges Team, in dem einige Kollegen kleine Kinder haben, die natürlich während des ersten Lockdowns betreut werden mussten.

Und wie lief 2020 bis jetzt für den Profi-Club?
Einerseits völlig anders als sonst, da keine persönlichen Treffen auf dem Themenforum oder bei der Vorstandssitzung möglich waren. Schulungen und Seminare konnten wir auch nicht wie gewohnt anbieten. Die Vorstandssitzung hat Mitte November immerhin online stattgefunden.

Und andererseits?
War alles wie immer: Der Profi-Club war und ist unverändert für seine Mitglieder da. Jedoch haben sich natürlich die Inhalte und die Art der Unterstützung verändert. Weil sich in dieser hektischen und schwierigen Zeit für die Betriebe sehr schnell sehr viel verändert hat, wurden wichtige betriebswirtschaftliche Informationen, etwa in Sachen Liquiditätshilfen und Steuerstundungen, aufbereitet und im Newsletter zur Verfügung gestellt. Zu diesen Themen konnten wir Dank unseres Partners bpr Mittelstandsberatung zusätzlich Webinare anbieten. Auch beim Thema Hygienemaßnahmen konnten wir die Betriebe immer auf dem aktuellen Stand halten.

Der Profi-Club: ein krisenfester Verein?
Definitiv ja. Er bleibt agil und anpassungsfähig, das hat er bewiesen. Und gerade jetzt ist ein stabiles Netzwerk für alle Betriebe ein großer Gewinn.

Also wird der Profi-Club auch die Herausforderungen der Zukunft meistern?
Davon bin ich fest überzeugt. Wir sind bestens untereinander, aber auch mit Herstellern und Verbänden vernetzt, so dass wir immer auf dem aktuellen Stand sind. Hierbei ist für uns die Unterstützung von Spies Hecker und den Pool Partnern sehr wichtig. Wenn wir zum Beispiel auf das Thema Digitalisierung blicken, von der digitalen Fahrzeugannahme über die Auftragsabwicklung bis hin zur Betriebsführung - hier sind wir immer up to date und können das an die Betriebe weitergeben.

Dazu gehört auch, dass der Profi-Club den Betrieben die Gestaltung der Firmenwebseite anbietet …
… und das schon lange! Die Webseite ist heutzutage das Aushängeschild der Firma und sollte unbedingt professionell gestaltet werden.

Welche Themen stehen in den nächsten Jahren außerdem an?
E-Mobilität und neue Antriebsformen, zum Beispiel mit Wasserstoff, sind eine große Aufgabe für die Betriebe. Sie brauchen neues Wissen und spezielle Werkzeuge. Und generell wird es immer wichtiger, die immer komplexer werdende Fahrzeugdiagnose digital durchzuführen und den Mitarbeitern das nötige Fachwissen durch Schulungen zu vermitteln.

Eine letzte, persönliche Frage: Sie sind ein Vierteljahrhundert lang Mitglied, über 20 Jahre im Vorstand – ist für Sie ein Leben ohne den Profi-Club vorstellbar?
Wenn ich in sechs, sieben Jahren in Rente gehe, werde ich sicherlich nicht mehr im Vorstand sein. Aber ich würde mich freuen, wenn ich den Kontakt halten kann und vielleicht in der ein oder anderen Frage beratend unterstützen darf. Der Profi-Club ist für mich einfach eine Herzenssache.