Werkstatt-Technik

IFL: Aktuelle Informationen zu Multimaterialmix-Arbeitsplätzen

Das Konzept des Multi-Material-Mix-Arbeitsplatzes erlaubt die Instandsetzung „jeder“ Karosseriebauart und jedes Werkstoffes und ist nicht mehr nur auf die reine Aluminium-Instandsetzung beschränkt.
Dies war bei den Vorgängerversionen (VAS 2010 und VAS 2010A) nicht möglich.

 

Ein Problem ist, dass alle Emissionen der neuen Leichtbauwerkstoffe unter die Gefahrenstoff-Verordnung (GefStoffV) fallen. Diese setzen, abseits aller auf die Reparaturqualität gerichteten Vorgaben des Fahrzeug-Herstellers, eine Gefährdungsanalyse des reparatur-ausführenden Unternehmens voraus.

(§7 GefStoffV, Grundpflichten: Der Arbeitsgeber darf eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen erst aufnehmen lassen, nachdem eine Gefährdungsbeurteilung nach §6 durchgeführt und die erforderlichen Schutzmaßnahmen nach Abschnitt 4 ergriffen worden sind.)

Dies bedeutet im konkreten Fall, dass jeder reparaturausführende Betrieb sprich der Unternehmer gesetzlich dazu verpflichtet ist, diese Gefährdungs-beurteilung zu erstellen und das, bevor die Arbeiten aufgenommen oder weitergeführt werden.

Für die Werkstätten bedeutet dies:

  • Dass die chemischen, physikalischen und juristischen Sachverhalte berücksichtigt werden müssen.
  • Muss überprüft werden, was bei den Reparaturprozessen am Fahrzeug zu beachten ist.
  • Welche Werkstattausrüstung eingesetzt werden muss. 


Neuer Karosserie-Arbeitsplatz für Stahl, Aluminium und Carbon.

Absolute Sicherheit inklusive. 

 

Immer mehr Pkw-Karossen bestehen aus einer Kombination von Stahl, Aluminium und Carbon. 

 

 

Karosseriebetriebe, die glauben, dass man Fahrzeuge mit Materialmix problemlos an einem bestehenden klassischen Stahlarbeitsplatz instand setzen darf und kann, wissen oft nicht, dass bei der gleichzeitigen Bearbeitung von unterschiedlichen Werkstoffen enorme Sicherheits-Anforderungen eingehalten werden müssen. 

 

Der unsachgemäße Umgang mit Verbindungen aus Stahl, Aluminium, Carbon und Kunststoffen kann nicht nur zu Kontaktkorrosionen am Fahrzeug führen, sondern vor allem auch zu gefährlichen Stäuben, Dämpfen und anderen chemisch-physikalischen Verbindungen führen. Das Ergebnis sind im Extremfall Explosionen und Feuer im Betrieb, schwere Unfälle sowie gesundheitliche Schäden der Mitarbeiter. 

 

Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen müsste ein Karosseriebetrieb für unterschiedliche Werkstoffe wie Stahl, Aluminium und Carbon drei separate Karosseriearbeitsplätze vorhalten. Ein Fahrzeug bei der Unfallinstandsetzung über mehrere getrennte Arbeitsplätze zu bearbeiten kostet viel Zeit und Energie, ist also sehr aufwändig und damit teuer. 

 

Für die Zukunft, in der immer mehr Fahrzeuge mit Materialmix aus Stahl, Aluminium und Carbon bestehen werden, ist der neue Arbeitsplatz CAMELEON die perfekte Lösung. Karosseriebetriebe können das Tagesgeschäft mit Stahlkarosserien, aber auch Karosserien in Mischbauweisen an einem einzigen Arbeitsplatz ohne Zeitverluste und ohne Investition in mehrere materialspezifische Karosseriearbeitsplätze ergonomisch, sicher und wirtschaftlich abwickeln. 

Der neue Karosserie-Arbeitsplatz CAMELEON von SEHON Innovative Lackieranlagen und Technik ist ein Multi-Material-Mix-Karosseriearbeitsplatz für alle notwendigen Arbeiten wie Schweißen, Trennen, Sägen, Schleifen, Kleben, Nieten, Montieren, Ziehen, Verformen, Saugen und Reinigen. 

Wirtschaftlicher und technischer Hintergrund dieser Innovation: Karosseriebetriebe und Kfz-Werkstätten müssen sich in der Unfallreparatur auf die Besonderheiten von Mischbauweisen einstellen.