ZKF – Ende der Fahnenstange

Das Ende des Raubbaus an den mittelständigen Unfallreparatur- Betrieben im Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk ist erreicht!

Innerhalb von zwei Tagen legte der ZKF-Vorstand bei der Klausur in Bad Arolsen die Aufgaben für das Jahr 2020 fest. Die Mitglieder der Klausurtagung von rechts nach links: Claus Evels, ZKF-HGF Thomas Aukamm, Dierk Conrad, Ines Hensel, Alice Baker, ZKF-Präsident Peter Börner, Jens Kopp, Maximilian Mayrhofer, Detlev Thedens, Ulrich Schäfer, Thomas Geßner, Holger Schmädicke, Klaus Steinforth.

Der Vorstand des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) hat sich während seiner Klausurtagung am 31.01. und 01.02.2020 in Bad Arolsen intensiv mit der aktuellen Situation der Mitgliedsbetriebe beschäftigt. Mit den Ergebnissen des aktuellen ZKF Branchenberichts, nach Auswertung der Arbeitszeitstudie Chronos der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) e.V. sowie nach Veröffentlichung der aktuellen DEKRA mittleren Stundenverrechnungssätze wurde mehr als deutlich, dass, so die Aussage des ZKF Präsidiums, „das Ende der Fahnenstange erreicht ist“.

„Das Ende der Fahnenstange
ist erreicht“
Peter Börner, Präsident des ZKF

„Den Betrieben werden in regelmäßigen Zeitabständen immer weitere administrative Aufgaben von den Schadenlenkern und Versicherungen auferlegt, die nur mit zusätzlichem Personal erledigt werden können. Dieses administrative Personal wird aber durch die stagnierenden Stundensätze nicht bezahlt, sondern schmälert noch mehr die Rendite der Betriebe“, so Thomas Aukamm, Hauptgeschäftsführer des ZKF. „Hinzu kommen deutliche Lohnsteigerungen im Bereich der Fachkräfte sowie beim Mindestlohn der Auszubildenden, sodass weiterer Druck auf die betriebswirtschaftliche Situation ausgeübt wird“, so Aukamm weiter.

Folge: Situation wie in der medizinischen Versorgung
„Sollten die Schadenlenker und die angeschlossenen systematischen Rechnungskürzer weiterhin diesen „Raubbau“ an den Betrieben betreiben, werden die Vorlaufzeiten in den Betrieben weiter steigen, da weniger Reparaturkapazität zur Verfügung steht“, ergänzt Peter Börner, Präsident des ZKF. „Dies wird dazu führen, dass wir Situationen wie in der medizinischen Versorgung erhalten: zum ausgehängten Stundenverrechnungssatz am Montag, Kassenpatienten erst in drei Wochen“, beschreibt ZKF-Präsident Peter Börner die Situation.

Anpassung der Stundenverrechnungssätze an die gestiegenen Kosten
Der ZKF appelliert an die Mitglieder der Karosseriebauerinnungen, die gestiegenen Kosten aus allen Bereichen zu dokumentieren und aufzubereiten sowie die Stundenverrechnungssätze so anzupassen, dass mit übertariflichen Gehältern weiterhin Fachkräfte beschäftigt werden und mit den Renditen der Unternehmen, die erforderlichen Investitionen in Ausstattung und Weiterbildung getätigt werden können.



Weitere Informationen unter www.zkf.de und autounfall.info