Repanet empfiehlt: Energiekosten mit Kennzahlen-Kompass vergleichen

Drei von vier Werkstätten sehen sich angesichts der aktuellen Energiekostenentwicklung mit Kostensteigerungen teils weit über 20 Prozent konfrontiert. Das ergab eine Repanet Befragung unter 117 Betrieben.

eine Repanet Befragung unter 117 Betrieben ergab, dass drei von vier Werkstätten sich angesichts der aktuellen Energiekostenentwicklung mit Kostensteigerungen teils weit über 20 Prozent konfrontiert sehen. Bei der Befragung wurden Zahlen aus dem ersten Quartal des Jahres 2022 mit denen des Vorjahrs verglichen. Mit seinem Web-Tool Kennzahlen-Kompass hilft der Repanet Berater Michael Zülch Karosserie- und Lackierbetrieben dabei, zu erkennen, wo Prozesse noch effizienter gestaltet werden können, um im Bereich Energie, aber auch an anderer Stelle Kosten einzusparen.

Die gute Nachricht ist: Das Potenzial für Optimierungen in den K&L-Betrieben – gerade im Bereich Energiekosten – ist da, das zeigen die Auswertungen aus dem Kennzahlen-Kompass von Zülch Consulting deutlich. Michael Zülch, der Geschäftsführer des Bergisch Gladbacher Beratungsunternehmens sagt: „In den Zahlen für das Jahr 2021 sehen wir, dass die Spreizung bei den Energiekosten zwischen den Betrieben enorm ist.“ So hatten die fünf am wenigsten sparsamen Betriebe in der Auswertung im Schnitt Energiekosten von 5,13 Euro, die effizientesten fünf bezahlten hingegen durchschnittlich nur 1,84 Euro pro verkaufte Stunde. „Diese großen Unterschiede zeigen: Da ist für die meisten Betriebe noch viel drin”, so Zülch.

Ansatzpunkte für Einsparungen
Vor allem bei den Lackierkabinen lässt sich viel Energie einsparen. So rät der Experte: „Viele Lackierkabinen-Hersteller bieten Energieberechnungen an. So kann man herausfinden, ob und wann sich eine neue Kabine amortisiert.“ Denn nur weil eine Lackierkabine schon etwas älter ist, lohnt sich nicht automatisch ein Austausch. „Viel hängt von der Qualität der Anlage ab – auch eine ältere Lackierkabine kann recht effizient sein“, erklärt Zülch. Außerdem empfiehlt er zu prüfen, ob sich die Installation eines Blockheizkraftwerkes oder einer Photovoltaik-Anlage lohnt. Zülch: „Die Daten aus dem Kennzahlen-Kompass belegen: Die Betriebe, die hier schon investiert haben, sind jetzt weniger abhängig von der Energiepreisentwicklung und profitieren von einem niedrigen Energiekostenanteil pro verkaufter Stunde.” Allerdings ist bei allen Anschaffungen in diesem Bereich momentan mit langen Lieferzeiten zu rechnen.

Hilfe für K&L-Betriebe
Der Kennzahlen-Kompass ist ein vom Repanet Berater Michael Zülch entwickeltes Programm, das auf Basis der individuellen Betriebsdaten Kennzahlen ermittelt, die durch den Vergleich mit den Daten ähnlich aufgestellter Unternehmen zu mehr Transparenz und besserer Orientierung verhelfen. Zülch und sein Team unterstützen auf Wunsch bei der Interpretation der ermittelten Ergebnisse. Repanet Mitgliedsbetriebe, die kostenlos teilnehmen möchten, können sich an das Repanet Service-Center wenden.