Pkw-Produktion im Oktober

Neuzulassungen steigen an - Neuzulassungen von BEVs steigen – PHEV brechen weiter ein – Vorkrisenniveaus bei Produktion und Markt weiterhin unerreicht

Im Oktober erreichte die Pkw-Inlandsproduktion 338.800 Einheiten. Das waren 19 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten stieg die Fertigung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf knapp 3,5 Mio. Pkw. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion der ersten zehn Monate des aktuellen Jahres jedoch um 13 Prozent unter dem damaligen Wert.

Der Export stieg im abgelaufenen Monat ebenfalls: Im Oktober wurden 255.800 fabrikneue Pkw aus Produktionsstätten in Deutschland exportiert, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Betrachtet man die Entwicklung seit Jahresbeginn, so ist ein Zuwachs von 22 Prozent auf 2,6 Mio. Pkw zu verzeichnen, die an Kunden in aller Welt ausgelieferte wurden. Aber auch der Export befindet sich nach den ersten zehn Monaten des Jahres noch 12 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Oktober dieses Jahres 12 Prozent weniger Bestellungen aus dem Inland registriert. In den ersten zehn Monaten gaben die Inlandsaufträge um 21 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum nach. Der ausländische Auftragseingang lag im Oktober 4 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Im bisherigen Jahresverlauf ging er im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5 Prozent zurück. Insgesamt wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 7 Prozent weniger Aufträge registriert als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Im Oktober stiegen die Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw-Markt nach Stagnation im Vormonat wieder an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden mit 219.000 Einheiten 5 Prozent mehr neue Pkw zugelassen. Von Januar bis Oktober registrierten die deutschen Zulassungsstellen insgesamt knapp 2,4 Mio. Fahrzeuge. Im aktuellen Jahresverlauf liegt der deutsche Pkw-Markt damit weiterhin knapp 14 Prozent im Plus. Der Vergleich zum Vorkrisenniveau fällt allerdings weiterhin deutlich negativ aus: Der deutsche Pkw-Markt liegt aktuell noch gut 22 Prozent hinter dem Volumen von 2019 zurück.

Nachdem sich der ausgelaufene Umweltbonus für gewerbliche Fahrzeuge im September auf dem Markt für Elektrofahrzeuge deutlich bemerkbar gemacht hatte, stiegen die Verkäufe von rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) im Oktober wieder leicht an: 37.300 neu registrierte Einheiten entsprechen einem Plus von gut 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Währenddessen setzte sich der Absturz auf dem Markt für Plug-In-Hybride (PHEV) im abgelaufenen Monat weiter fort. Im Oktober 2023 wurden 16.400 PHEV neu zugelassen und damit 49 Prozent weniger als noch im Oktober 2022. Der Elektromarkt insgesamt schrumpfte dementsprechend im abgelaufenen Monat um knapp 21 Prozent auf ein Niveau von 53.700 Fahrzeugen. Ein ähnliches Bild ergibt sich mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf. Während die BEV in den ersten zehn Monaten insgesamt um 38 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zulegten, schrumpfte der Markt für PHEV um 44 Prozent. Aus diesen gegensätzlichen Entwicklungen resultiert von Januar bis einschließlich Oktober insgesamt noch ein kleines Wachstum des Elektromarkts um gut 1 Prozent auf rund 564.600 Einheiten.