3 Fragen an Jeanette Ast-Leiner

Seit nunmehr November 2022 ist Jeanette Ast-Leiner als Vertriebsleiterin Deutschland bei AkzoNobel tätig.

Aus diesem Grund war es an der Zeit, sie persönlich kennen zu lernen. Im Gespräch mit der gebürtigen Leipzigerin, die stolz auf ihre Heimat ist, erfuhren wir, dass sie nach ihrer zwölfjährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr, aus der sie als Hauptmann der Reserve ausgeschieden ist, über 1 Jahre in China gelebt hat und sogar noch ein wenig Mandarin spricht. Vor ihrer Tätigkeit bei AkzoNobel war sie bereits seit 2016 in der Lackindustrie tätig.

Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Frau Ast-Leiner übernimmt leidenschaftlich gerne Personalverantwortung, die ihr in ihrer vorherigen Funktion gefehlt hat. Heute leitet sie ein Team mit rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie ist vermutlich die einzige Frau in der Lackindustrie in dieser Position „... und sich“, wie sie selbst sagt, „ihrer Verantwortung bewusst.“ Zum Gespräch hat uns die gewinnende Vertriebschefin in das Trainingscenter nach Stuttgart eingeladen.

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind ja die Themen der Stunde. Wie punktet die AkzoNobel bei diesen Anforderungen und wie unterstützen Sie die Durchdringung des Marktes mit energie-effizienten Produkten (UV-Spachtel… superschnelle Klarlacke)?
Viele verbinden mit Nachhaltigkeit in erster Linie die Reduktion von CO2, doch es ist weit mehr als das. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele das Thema mittlerweile müde sind. Es gibt in der Branche sicher Kunden, die dieses Thema gern als Greenwashing bezeichnen, weil sie selbst (noch) nicht davon überzeugt sind.
Aber ein Betrieb, der sich ernsthaft und intensiv damit auseinandersetzt, erkennt recht schnell die Benefits, die sich für ihn daraus schöpfen lassen. Benefits, die sich auch auf das unmittelbare Umfeld und die Reputation des Betriebes auswirken können.

Wir bei AkzoNobel lassen uns jedoch nicht von den kritischen Stimmen beeinflussen. Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Thema der aktuellen Stunde; wir verfolgen dies bereits seit Jahren, mit einer entsprechenden Ausrichtung und Zielsetzung.
Der Grundstein wurde bereits vor vielen Jahren gelegt und wir spüren, dass unsere Argumentationen und Maßnahmen pro Nachhaltigkeit nicht nur in unserem Unternehmen, sondern auch bei unseren Kunden zielführend sind.
Die Auseinandersetzung mit diesem Thema in unserem Haus und der daraus resultierenden Angebotspalette, halte ich für herausragend.
Wir sind nicht nur alleinig auf unsere Produkte fixiert, sondern bieten stattdessen ein allumfassendes Konzept, das sehr gut von unseren Kunden angenommen wird.

Neben dem Hauptpunkt „perfekte Qualität“ spielen auch die soziale und ökologische Verantwortung eine große Rolle. Welche Rolle spielen diese Aspekte im Bereich Ihrer Trainingsprogramme für Fahrzeuglackierer resp. Inhabern von K&L-Betrieben?
Natürlich sind die Produkte wichtig; es gehört aber noch viel mehr dazu. Man muss das Thema gesamtheitlich betrachten. In diesem Fall die gesamte Wertschöpfungskette -von der Herstellung der Produkte bis hin zur Verarbeitung. Obwohl dies nicht in unseren eigenen vier Wänden, sondern in den Räumen unserer Partner, den K&L-Werkstätten, geschieht, legen wir einen besonderen Fokus darauf, dass die Produkte wirtschaftlich verarbeitet werden und sich in Verbindung mit einem optimierten Prozess sowie produktivitätssteigernden Equipment positiv in der Energiebilanz bemerkbar machen.

Unsere Trainingsprogramme, zusammen mit der jeweiligen Zielsetzung, werden im Rahmen des Qualitätsmanagements regelmäßig neu bewertet. Aufgrund der sich verändernden Themen definieren wir jeweils für das Folgejahr ein entsprechendes Trainingsprogramm – angepasst an die veränderten Anforderungen mit denen unsere Partnerbetriebe konfrontiert werden.
Soziale und ökologische Aspekte spiegeln sich ebenfalls darin wider. Mitarbeitermotivation und Mitarbeitergewinnung sind die Herausforderungen die nicht nur uns als Industrie beschäftigen, sondern auch im Handwerk an der Tagesordnung sind. Hier kommt insbesondere unsere Kooperation mit ReStart zum Tragen. Es kommt manchmal vor, dass junge Menschen an einen Scheideweg stehen. Wir wollen unsere Partner dabei unterstützen, die Verbindung zu diesen Menschen herzustellen, sie in die richtige Richtung zu dirigieren und deren Potential zu schöpfen.
Sozial-ökologisch engagierte Unternehmen strahlen mit ihren Aktivitäten nicht nur nach außen positiv ab, sondern wirken auch auf ihre Mitarbeiter ein. Wir sind sicher, dass sich Mitarbeiter, die aus o.g. Gründen eine Corporate Identity entwickeln und sich positiv über ihren Arbeitgeber äußern, sich auch innerbetrieblich verantwortlich verhalten. Dies trägt wesentlich zur Identifikation mit dem Unternehmen bei und führt dazu, dass die Fluktuation reduziert wird.

Abschließend kann man sagen, dass Coaching in den aktuellen Themenbereichen ‚Soziale Verantwortung’ und ‚Umweltfreundliche Lackierprozesse‘ unsere Partner bestmöglich für die Marktanforderungen wappnet.

Können Sie uns einen Ausblick in die Zukunft von Acoat Selected geben? Werden Sie etwas ändern? Sie lächeln…


Ich lächle, weil es mir wichtig ist, erst mal darauf hinzuweisen, was wir nicht ändern. Wir werden unsere Kundenorientierung beibehalten. Unsere intensive Beziehung, die wir zu unseren Partnern haben, zeichnet uns aus. Das bedeutet, dass wir im gleichen Maße wie bisher beraten und unterstützen.
Wir werden neue Tools in den Bereichen der Digitalisierung und Lacktechnologien, sowie andere innovative Lösungen anbieten. Daran arbeiten wir und konzentrieren uns darauf.