Das Allgäu elektrisiert und digitalisiert

Wer nach längerer Zeit ins Allgäu trudelt, stellt schnell fest, dass sich viele landwirtschaftliche Betriebe aufs Geschäft mit der Solarenergie verstehen. Im Pfrontner K&L-Betrieb der Familie Menhofer geht man noch einen Schritt weiter – es wird heftig digitalisiert.

„Als ich IRUS das erste Mal
in einem Prospekt gesehen und
gelesen hab, wie es funktioniert,
war ich angefixt.“
Klaus Menhofer
Geschäftsführer Menhofer
Kfz-Reparaturzentrum


Das Unternehmen wurde 1951 vom Großvater ursprünglich als Malerbetrieb gegründet. Seit 1981 ist der K&L-Betrieb am aktuellen Standort in Pfronten. Zwischenzeitlich wurde er vom Vater auf die Enkel übertragen – und das sind Klaus (Lackierer-Meister) und Jörg Menhofer (Mechatronik-Meister). Von hier aus betreuen 25 Mitarbeiter, davon sechs Lackierer und vier Karosseriebauer, ein Einzugsgebiet von rund 30 km. Der nächste K&L-Betrieb ist in Kempten. Zusätzlich betreiben die Menhofers eine Industrielackier-Abteilung, in der auch Pulverbeschichtungen möglich sind. Neu ist die Tesla Zertifizierung mit einem Einzugsgebiet von rund 100 km. Hierzu waren rund 125.000 € Investition erforderlich.

„Bis vor kurzem durften Tesla-Eignern für Reparaturen teilweise bis zu 100 km weit fahren,“ schildert Klaus Menhofer. „Weit und breit gab es keinen zertifizierten Betrieb. Bis Anfang Dezember – denn nun haben wir die Zertifizierung. Das hat sich schnell ausbezahlt. Innerhalb einer Woche hatten wir zehn Fahrzeuge bearbeitet – und das, obwohl wir es nicht einmal beworben haben. Im Tesla wird man quasi in die Werkstatt navigiert. Inzwischen ist es ein Selbstläufer – unsere Investition war sicher nicht die falsche Entscheidung.“

Das Unternehmen genießt einen ausgezeichneten Ruf in der Region – sogar die Google-Bewertungen sind exzellent. Aufträge von renommierten Vertragshändlern sorgen für zusätzliche Auslastung der Lackierabteilung. Klaus und Jörg Menhofer setzen voll auf Digitalisierung. So konnten die Allgäuer die Corona-Flaute gut nutzen und als KSR-Pilotbetrieb das System optimieren und am jeweiligen Arbeitsplatz mit Pads einführen.

Kürzlich wurde ein IRUS-Mischroboter installiert; angeblich die schnellste, vollautomatische Mischanlage der Welt, bei der der Mischprozess vollautomatisch funktioniert.

Roger Staneczek, Geschäftsführer von Gevelhoff Autolacke schildert, dass damit der Arbeitsprozess von der Farbtonfindung bis hin zum Mischen der Farbtöne schnell und kosteneffizient abgewickelt wird. Das wirke sich positiv auf die Rentabilität und Qualität der Betriebe aus.

Klaus Menhofer führt durch die Betriebsräume gezielt in den Mischraum. Lackierergesellin Luzi programmiert die Ausmischung von 100 Gramm Metallic Silber und verschwindet wieder in der Werkstatt. Derweil surrt der Roboter und schwenkt die Mischlacke bevor er tröpfchengenau einwiegt.


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