Drei Fragen an Sebastian Scholz
Sebastian Scholz, Vertriebsleiter der SATA GmbH & Co. KG aus Kornwestheim gibt eine aktuelle Markteinschätzung.
Herr Scholz, wie schätzen Sie den Markt zum Ende des Jahres ein und wie sind Ihre Aussichten für 2026?
Was
viele Branchenexperten beobachten, sehen wir natürlich auch: Das
Marktumfeld bleibt herausfordernd. Die wirtschaftlichen Entwicklungen
sind schwer vorherzusagen, zumal die politischen Einflüsse sich so stark
auswirken wie nie – und das global. Die geopolitischen Bedingungen
machen es uns als international tätigem Unternehmen natürlich nicht
leichter. Das wird auch im neuen Jahr so bleiben.
Trotzdem blicken wir vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Mit unseren neuen Produkten, allen voran mit unserer Premium-Lackierpistole jet X, liegen wir teils sogar über den Erwartungen. Wir feiern gerade das Jubiläum „100 Jahre SATA Lackierpistolen“, mit verschiedenen Sondereditionen und exklusiven Produkten. Mit der erfolgreichen Erweiterung unseres Becherprogramms können wir jetzt alle Segmente abdecken. Und auch im Bereich Atemschutz sind wir voll im Soll. Was unser Team angeht: Wir sind mit unserer Mannschaft bestens aufgestellt, haben uns in den letzten Monaten weiter verstärkt. Kurz: Auch wenn die Entwicklungen nicht in Gänze absehbar sind, sehen wir uns gut vorbereitet.
Wo
sehen Sie derzeit die größten Chancen und Risiken für
Fahrzeuglackierbetriebe und wie kann SATA den BFL und die Branche dabei
unterstützen?
Meiner Einschätzung nach
könnte es sich für Betriebe als sinnvoll erweisen, sich breiter
aufzustellen, zusätzlich zum Geschäft mit Privatkunden und
Schadensteuerern. Die Kompetenzen, die sie im Kfz-Bereich haben, auf
andere Felder auszudehnen: Caravans, Oldtimer und Nutzfahrzeuge – oder
sogar branchenübergreifend zu arbeiten, für die Industrie oder im
Bereich Holz. Letztlich geht es darum, die Lackierkabinen auszulasten.
Wenn Sie nach dem Beitrag von SATA fragen: Natürlich wollen wir mit unserem Produktprogramm dazu beitragen, die Abläufe im Betrieb so effizient wie möglich zu machen. Bei der Applikation, aber auch beim Davor und Danach. Mit unseren Bechersystemen zum Beispiel, oder bei der Reinigung. Wir unterstützen die Betriebe nach Kräften – mit unseren Außendienstmitarbeitern und Technikern und im Service. Bei Schulungen, bei Programmen und Veranstaltungen mit Kunden und Fachhändlern. Wir engagieren uns an den Schulen und bei den WorldSkills.
Eine abschließende Frage, Herr Scholz: Warum ist der Lackierpistolenhersteller SATA Fördermitglied und Unterstützer des BFL?
Wir
sind eine kleine Branche – umso wichtiger ist, dass sie eine Stimme
hat. Eine Institution, die unsere Anliegen vorbringt, notwendige
Entwicklungen vorantreibt, rechtliche Veränderungen begleitet. In Zeiten
des Wandels brauchen wir mehr denn je eine Konstante, und ganz konkret:
eine Stelle, an die sich der Lackierer wenden kann. Auch wir
sehen im deutschen Handwerk einen echten Standortvorteil – und der
besteht nicht zuletzt in der Organisation in Innungen und Verbänden.
Wenn die Verbandsarbeit gelebt wird, macht sie uns stark.
Diese
Arbeit wird von vielen Fachleuten aus Überzeugung geleistet – teils
ehrenamtlich. Das sind Expertinnen und Experten, die ein großes Herz für
die Branche haben und das wirklich aus Leidenschaft tun. Für uns ist es
ein Anliegen und eine Verpflichtung, diese Arbeit zu unterstützen und
Teil dieses Verbandes zu sein. Wir sind stolz, dabei zu sein.
