Kfz-Versicherung für E-Autos
Modellrechnungen von Verivox belegen steigende Versicherungsbeiträge für Elektroautos. In vielen Tarifen liegen sie bereits über denen vergleichbarer Verbrenner.
Viele E-Autofahrer dürften zuletzt gestutzt haben, als ihnen eine deutlich höhere Rechnung für die Kfz-Versicherung ins Haus flatterte. Und nein: Der Preissprung betrifft nicht nur das eigene Modell, sondern ist Teil eines breiteren Trends steigender Versicherungsbeiträge explizit für Stromer. Darauf weist nun das Vergleichsportal Verivox hin.
Dabei galten Elektroautos lange Zeit als pauschal günstiger zu versichern als Benziner oder Diesel. Viele Versicherer wollten sich mit ihrer Preispolitik in dem noch jungen Wachstumsmarkt positionieren. Doch Modellrechnungen von Verivox zeigen inzwischen ein anderes Bild: Bei rund der Hälfte der untersuchten Vollkaskotarife sind E-Autos mittlerweile teurer versichert als vergleichbare Verbrenner. Unter gleichen Bedingungen können die Beiträge für Stromer demnach bis zu 44 Prozent höher ausfallen.
Deutlich wird das etwa beim BMW X3: Trotz identischer Typklassen sind knapp 49 Prozent der Tarife für die Elektroversion teurer als für den Verbrenner, nur rund ein Drittel günstiger. Ähnlich zeigt sich das Bild beim Skoda Enyaq im Vergleich zum Kodiaq: Rund 40 Prozent der Angebote für das E-SUV liegen hier preislich über denen des Verbrenner-Pendants.
Grund für die Teuerung ist laut Verivox nicht die Häufigkeit von Schäden. Tatsächlich sind Elektroautos laut Langzeitdaten seltener in Unfälle verwickelt. Die Reparaturen fallen jedoch oft kostspieliger aus – etwa wegen der Batterie oder eines insgesamt höheren Reparaturaufwands. Dennoch gebe es weiterhin Versicherer, die E-Fahrer mit günstigeren Prämien locken. Im besten Fall ließen sich so noch Preisvorteile von bis zu 23 Prozent erzielen.
