ZDK begrüßt Entlastung bei Rekord-Spritpreisen
Die Entlastung bei den Rekord-Spritpreisen kommt zur richtigen Zeit: Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt die Einigung von Bund und Ländern auf spürbare Erleichterungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.
„Die aktuelle Krise zeigt einmal mehr: Mobilität darf nicht zum Luxus werden.“
Thomas Peckruhn ZDK-Präsident
„Die aktuellen Spritpreise belasten Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe massiv. Bei diesen Kraftstoffpreisen ist Handeln keine Kür, sondern absolute Pflicht. Deshalb ist es richtig und dringend, dass Bund und Länder jetzt gemeinsam gegensteuern. Die beschlossene Entlastung begrüßen wir ausdrücklich“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. Auch der geplante und befristete Spritpreisdeckel, der spätestens zum 1. Januar 2027 eingeführt werden soll, könne dazu beitragen, extreme Preisausschläge künftig abzufedern. Der ZDK unterstützt zugleich das Vorhaben, die Preisentwicklung weiter eng zu beobachten und bei Bedarf gezielte weitere Entlastungen auf den Weg zu bringen.
Doch das Kfz-Gewerbe mahnt zugleich: Der Tankrabatt kann die akute Preisbelastung dämpfen, ersetzt aber keine dauerhaft tragfähige Lösung. „Wir können nicht bei jeder neuen Preiswelle den nächsten Tankrabatt auflegen. Was wir brauchen, ist eine dauerhaft tragfähige Lösung für die Mobilität – mit weniger staatlicher Belastung und einem Preissignal, das den Umstieg auf alternative Kraftstoffe tatsächlich und wirksam begünstigt“, betont Peckruhn. Der ZDK erneuert daher seine Forderung, die Energiesteuer auf Kraftstoffe langfristig auf das EU-Mindeststeuerniveau abzusenken und die darüberhinausgehende Belastung durch einen CO₂-Preis zu ersetzen. Damit ließe sich die akute Entlastung mit einem langfristig verlässlichen Rahmen für Verbraucher, Unternehmen und den Hochlauf alternativer Kraftstoffe verbinden.
„Die aktuelle Krise zeigt einmal mehr: Mobilität darf nicht zum Luxus werden. Wir brauchen deshalb nicht nur schnelle Hilfe, sondern endlich eine verlässliche und langfristige Strategie für bezahlbare Kraftstoffe und klimafreundliche Mobilität“, so Peckruhn.
Konkret wird die Entlastung an der Zapfsäule spürbar: Bis Ende 2026 sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter. Einschließlich der darauf entfallenden Umsatzsteuer summiert sich die Entlastung auf rund 17 Cent je Liter. Insgesamt stellen Bund und Länder dafür rund 2,5 Milliarden Euro bereit.

