Drei Fragen an Sven Hommel
„Nur wer jetzt investiert wird für die Zukunft sicher aufgestellt sein.“ Sven Hommel im Interview zur aktuellen Situation und den Herausforderungen der Branche.
Für die K&L-Branche bleibt der Markt auch im Jahr 2026 spannend. Wie steht es aktuell um die Lackierbetriebe und wie blicken die Fördermitglieder des BFL auf das neue Jahr? Sven Hommel, Sales Manager beim Werkstattausrüster EMM, erklärt, wo der Lackierzubehör-Markt zum Jahresanfang steht.
Herr Hommel, wie blicken Sie zu Jahresbeginn auf den Zubehörmarkt?
Im vergangenen Jahr konnten wir uns mit unseren drei Marken COLAD, FINIXA & HAMACH am Markt behaupten und sind auch 2026 für unsere Handelspartner in Deutschland einer der wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um Verbrauchsartikel und Werkstattausrüstung in der Lackierbranche geht. Mit unseren Produkten decken wir zu 95 Prozent den Bedarf der benötigten Non-Paint Artikel im Lackiermarkt ab.
Demzufolge blicken wir sehr positiv auf das neue Jahr – nicht zuletzt durch das Investitions-Sofortprogramm der Bundesregierung, das eine degressive Abschreibung wieder möglich macht. Mit unserer Marke HAMACH erhalten wir beispielsweise vermehrt Projekte der RVS-Mischraumeinrichtung und RVS-Mischraumvernetzung mit verschiedenen Ventilatoren nach ATEX-Vorschrift. Auch die HCV (Hamach Central Vakuum), also zentrale Schleifstaubabsaugungen in Kooperation mit namhaften Kabinenherstellern, spielen für uns in der Industrie eine zentrale Rolle. Für das Jahr 2026 sind dafür bereits zahlreiche Projekte geplant, die wir mit unserem eigenen Techniker-Team realisieren werden.
Was sind derzeit die größten Herausforderungen für Fahrzeuglackierbetriebe und wie kann EMM den BFL und die Branche dabei unterstützen?
Die derzeit größten Herausforderungen für Lackierbetriebe sind aus unserer Sicht die Energieeffizienz, angepasste Lacksysteme mit neuen Applikationsmöglichkeiten sowie die Digitalisierung inklusive der KI – nur wer jetzt investiert wird für die Zukunft sicher aufgestellt sein. Auch die Themen Schadensteuerung und Kooperation mit Versicherungen werden 2026 sicher den Markt begleiten.
Wir werden die Lackierbetriebe dabei nachhaltig unterstützen und Produktionen weitestgehend in Europa belassen, um lange Transportwege zu vermeiden. Wir konnten bereits jetzt die Mengen an Kunststoff in Verpackungen reduzieren. Zudem bieten wir mit unseren zertifizierten Pro Planet Proof Produkten nachhaltige Verbrauchsmaterialien an, die aus bis zu 99 Prozent Recyclingmaterial hergestellt werden. So werden Produkte nachhaltiger, bspw. bei der Herstellung von Mischbechern. Außerdem ersetzen wir herkömmliche Produkte auf Lösungsmittelbasis durch leistungsstarke Alternativen auf Wasserbasis. Durch die Entwicklung innovativer Produkte, die den CO2-Fußabdruck in den kommenden Jahren reduzieren können, unterstützen wir unsere Strategie als Branchenführer für unsere Produkte.
Außerdem bieten wir in unserem fortschrittlichen Schulungszentrum am Standort Zwijndrecht (BE) maßgeschneiderte Schulungen und Vorführungen für Colad-Händler, Fachleute und Endverbraucher aus aller Welt an.
Warum ist der Werkstattausrüster EMM Fördermitglied des Bundesverbandes Fahrzeuglackierer und warum ist Ihnen diese Unterstützung so wichtig?
Unsere Mitgliedschaft hat in 21 Jahren viele Veränderungen am Lackiermarkt erlebt und es ist uns nach wie vor sehr wichtig, den BFL mit unserem Knowhow zu unterstützen – materiell sowie immateriell.
Da unsere Produktpalette für den kompletten Lackmarkt ausgelegt ist, bleibt der Bundesverband ein wichtiges Bindeglied zwischen uns als Werkstattausrüster, unseren Handelspartnern in Deutschland und dem Lackierbetrieb.
