Automobile Farbtrends seit 1945

Alles grau in grau, so wie 1945, als die Autowelt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Fahrt kam: Damals wurden die ersten Neuwagen „Friedenstauben“ genannt, heute liegen „Leasing-graue“ Dienstwagen im Trend. Trotz dieser Tristesse bleibt Platz für bunte Provokateure.

Kein Fest der Farben: Trübe, gedeckte Lackierungen liegen heute im Trend, wie der Blick auf die Straßen zeigt. SUVs, Kombis und sogar Kleinwagen in „Leasing-Grau“ oder „Business-Schwarz“ verkaufen sich besser. Und doch sind es immer wieder bunte Revolutionen, die Autos begehrenswert machen.

„Wenn man ein Kind bittet, ein Auto zu malen, wird es dafür mit Sicherheit die Farbe Rot benutzen“, erklärte schon Enzo Ferrari, als er Ende der 1940er Jahre mit seinen in Corsa-Rossa lackierten Sportwagen die Tristesse der damals ebenfalls überwiegend grau-schwarzen Farbwelt unter den ersten Nachkriegsmodellen von Austin über Mercedes bis VW auflockerte. Tatsächlich waren es zunächst vor allem italienische und amerikanische Designer, die bunte Autos wollten und mit hellen Pastelltönen oder Zweifarblackierungen Akzente setzten, die in jenen Jahren wirtschaftlichen Aufschwungs Begehren auslösten. Ein riesiger Cadillac oder Chrysler, aber auch ein großer Alfa 1900, Citroen DS oder Volvo Amazon wirkte flacher, gestreckter und dynamischer, wenn das Dach mit einer Kontrastlackierung farblich abgesetzt war – ein Trend, der heute bei SUVs revitalisiert wird.

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