Viel Synergie, wenig Marktkenntnis!
In diesem Editorial Ihrer Fachzeitschrift FML geht es um die neuen Strukturen in der Lackindustrie. Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen für Sie als Lackierbetrieb.
Wir sind ein bisschen ratlos, denn: Wohin treibt unsere Branche? Früher waren es technologische Neuigkeiten und konkrete Lösungen für die Lackier-Werkstatt, die Hersteller und Außendienstler antrieben. Man kannte die Betriebe, ihre Probleme und vor allem die Menschen, die täglich in der Werkstatt arbeiten.
Heute macht sich zunehmend Orientierungslosigkeit breit. Der Markt taumelt ein wenig wie ein angezählter Boxer – noch auf den Beinen, aber nicht immer ganz sicher, woher der nächste Schlag kommt.
Die Werkstatt arbeitet – die Industrie rechnet
Die Lackhersteller haben sich über Jahrzehnte geradezu liebevoll und selbstlos um ihre Kunden gekümmert. Vielleicht war das damals sogar ein Teil des Geschäftsmodells: Man wollte wissen, was den Lackierer beschäftigt, wo der Schuh drückt und welche Lösungen tatsächlich gebraucht werden.
Das hat sich bei Lackkonzernen verändert. Wo früher Marktkenntnis und Kundennähe selbstverständlich waren, dominieren zunehmend Kennzahlen und Wirtschaftlichkeit.
