Lisa hat Lack im Blut

Lisa Dahmen ist 25 Jahre alt, hat knallbunt gefärbe Haare und ein starkes Auftreten. Aktuell macht sie eine Ausbildung bei Koopmann Lackierung in Neustadt/Wied bei Bonn.

Warum Lackiererin? Schon als kleines Kind begeisterte die Auszubildende sich für die buntesten Farben und unterschiedlichsten Autos. Sie selbst kam gar nicht auf die Idee, eine Ausbildung als Lackiererin zu machen, sie ist damit aber jetzt umso glücklicher: „Eigentlich war’s meine Mutter, die mich darauf gebracht hat. Aber ich fand ihre Idee echt cool.“ Dennoch, das war auch Lisa schnell klar: Für die Arbeit in einem Lackierbetrieb braucht man als Frau vor allem Biss und Durchsetzungsvermögen.

Durchsetzen will gelernt sein
Sich in einem überwiegend von Männern dominierten Beruf zu behaupten, ist nicht immer leicht: „Klar, gibt es da schon mal Vorurteile. Aber die sind nicht immer gegen mich als Frau gerichtet. Viele wissen einfach nicht, was wir Lackiererinnen und Lackierer so machen.“ Vom Herstellen und Behandeln von Oberflächen über das Ausführen von Demontage- und Montagearbeiten bis hin zum Lackieren von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen bietet der Beruf eine enorme Vielfalt. Und das Klischee, es gebe nur Männer im Lackierhandwerk, kann Lisa nicht bestätigen: „Die Hälfte der Belegschaft bei Koopmann Lackierung ist weiblich. Und ich komme mit allen im Team gut klar.“ Zwar gibt es mit den männlichen Kollegen hin und wieder mal Zoff, aber das hat in der Regel nichts mit ihrem Geschlecht zu tun. Auch aus ihrem Umfeld kam schon Gegenwind, von dem sich die 25-Jährige jedoch nicht entmutigen ließ. „Natürlich hatten einige aus meinem Verwandten- und Freundeskreis Bedenken. Manche denken, ich habe in der Branche nichts zu suchen“, erklärt Lisa. Doch für sie ist klar, dass sie keine bessere Entscheidung hätte treffen können.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von FML Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer


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