Was braucht es, um in die Reparatur einzusteigen

Die Zulassungszahlen von Reise- und Freizeitmobilen steigen, und das macht diese Fahrzeuge für viele K&L-Betriebe interessant. Viele überlegen bereits, die Wartung und Reparatur von Caravaning-Fahrzeuge anzubieten.

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„Standox bietet jetzt ein Caravan-Seminar an, in dem unter anderem grundlegenden Techniken, Applikationsverfahren und das Nachstellen von strukturierten Oberflächen vermittelt werden.“
Margarita Debos
Repanet-Vorstandsmitglied

Caravaning ist an sich eine tolle Sache: Das Reisemobil vollgetankt, die Familie eingepackt, und schon kann es losgehen mit der großen Freiheit. Allerdings endet das Ganze für manchen Caravaning-Anfänger, der unerfahren im Handling der großen Fahrzeuge ist, auch schnell mal mit der ein oder anderen Delle. Da bleibt nach dem Urlaub nur der Weg in die Werkstatt. Doch für die fachgerechte Reparatur kommt nicht jede Kfz-Werkstatt in Frage – es braucht einen Fachbetrieb, der sich mit der Reparatur solcher Fahrzeuge auskennt und über die notwendige Ausstattung verfügt.


Wie zum Beispiel beim Repanet-Mitglied Basler Karosserie- und Lackierzentrum GmbH in Offenburg. Das fast 90 Jahre alte Unternehmen repariert nicht nur, sondern fertigt auch Fahrzeugaufbauten nach den Wünschen seiner Kunden, etwa Kofferaufbauten mit Spezialinstallationen oder behindertengerechtem Ausbau. Basler verfügt daher über zwei große Hallen, in denen nicht nur an Pkw, sondern auch an Nutzfahrzeugen und Bussen gearbeitet werden kann. Zur Ausstattung gehören auch zwei entsprechend dimensionierte Lackierkabinen – eine Grundvoraussetzung, um auch große Reisemobile und Wohnwagen lackieren zu können.

Große Kabine für Lackierarbeiten unverzichtbar
„Wenn man Caravan-Reparaturen anbieten will, ist eine große Kabine unverzichtbar“, erklärt Daniel Keifert, Geschäftsführer des Unternehmens. „Denn für diese Fahrzeuge ist eine herkömmliche Lackierkabine oft zu klein. Natürlich braucht man dafür ein entsprechend großes Betriebsgelände.“ Bei Basler hat man diesen Platz: Das Unternehmen bietet schließlich schon seit Jahrzehnten nicht nur die Reparatur von Pkw, sondern auch von Lkw, Bussen, sogar Baggern und Booten an. Reisemobile und Wohnwagen waren sogar schon seit Unternehmensgründung im Repertoire.

Expertise dank großer Belegschaft
Ein so breites Leistungsportfolio erfordert viel Know-how. Bei Basler arbeiten insgesamt 17 Personen – davon drei Meister, je einer für Lackierung, Karosseriebau und Fahrzeugbau. Dank dieser breitgefächerten Expertise kennen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den unterschiedlichsten Reparaturtechniken aus. Keifert: „Das gilt auch für die Caravan-Instandsetzung, egal ob es um Blechreparaturen, Spot-Repair, die Beseitigung von Hagelschäden, die Arbeit an Kunststoffverkleidungen oder um eine komplette Neulackierung geht.“

Gründlich informieren vor der Entscheidung
Die starke Zunahme der Reisemobile, bestätigt Repanet- Vorstandsmitglied Margarita Debos, eröffnet der Werkstattbranche eine reizvolle Perspektive. „Viele Kfz-Betriebe liebäugeln bereits damit.“ Doch sie mahnt, den zusätzlichen Aufwand, der damit verbunden ist, nicht zu unterschätzen. „Wartung und Reparatur von Reisemobilen erfordern Fachwissen, Erfahrung und geschultes Personal, spezielle Werkzeuge und Reparatursysteme – und natürlich geht es auch nicht ohne die richtige Werkstat­ausstattung. Schließlich will man als Fachbetrieb keinen Auftrag ablehnen müssen, weil die Lackierkabine zu klein für das Fahrzeug ist.“

Debos empfiehlt, die Entscheidung, auf diesem Gebiet aktiv zu werden, nicht übers Knie zu brechen, sondern sich vorab gründlich über notwendige Investitionen und die Marktsituation zu informieren. Unverzichtbar sei zudem qualifizierte Fortbildung: „Auch Standox bietet jetzt ein Caravan-Seminar an, in dem unter anderem grundlegenden Techniken, Applikationsverfahren und das Nachstellen von strukturierten Oberflächen vermittelt werden.“

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