BFL fordert mehr Verbindlichkeit im Reparaturmarkt

Am 3. März 2026 traf sich die Deutsche Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung (DeKoLaKa) zu ihrer 20. Sitzung im Allianz Zentrum für Technik (AZT) in Ismaning.

Auf der Agenda standen aktuelle Entwicklungen aus den Arbeitsgruppen „Radarkonforme Reparaturlackierung“ sowie „Gebrauchte OEM-Ersatzteile in der Kfz-Reparatur“. Die präsentierten Zwischenstände zeigten eindrucksvoll, wie stark technologische Innovationen und Marktveränderungen die inhaltliche Arbeit der Kommission prägen. Die daraus resultierenden Positionspapiere und Richtlinien sollen zukünftig praxisnahe Orientierung bieten und könnten – so die Planung – bis zur nächsten Sitzung im Jahr 2027 final erarbeitet sein.

Neben den fachlichen Themen gewann auch die strategische Weiterentwicklung der DeKoLaKa an Gewicht. Intensiv diskutierten die Mitglieder die Frage, wie die gemeinsam erarbeiteten Positionspapiere, Handlungsempfehlungen und technischen Merkblätter künftig noch stärker im Kfz-Reparaturmarkt verankert werden können. Einigkeit bestand darüber, dass die erarbeiteten Schriften einen hohen Wert für die Branche darstellen – ihre konsequente Anwendung durch alle Marktakteure bleibt jedoch eine zentrale Herausforderung.

Dass hier noch Handlungsbedarf besteht, machte der Bundesverband Fahrzeuglackierer (BFL) mit Nachdruck deutlich. Anhand umfassender Analysen zu Rechnungsprüfungen und Argumentationsmustern verschiedener Kfz-Versicherer und deren Dienstleister zeigte der Verband auf, dass die Umsetzung der erarbeiteten Standards bislang noch nicht einheitlich erfolgt. Der vom BFL eingebrachte Tagesordnungspunkt entwickelte sich so schnell zum zentralen Diskussionsthema der Sitzung.

Die Kernaussage: Wenn die DeKoLaKa ihre Anerkennung im Markt weiter stärken will, müssen sich alle beteiligten Akteure klar zu den gemeinsam entwickelten Inhalten bekennen. Dazu gehört nicht nur die Anwendung der technischen Schriften in der Praxis, sondern auch die konsequente Wahrung der ursprünglichen Interessen des Gremiums – insbesondere seiner Neutralität.

Die 20. Sitzung machte eines deutlich: Die DeKoLaKa bleibt ein unverzichtbares Gremium für die Branche – ihre Zukunft hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie geschlossen ihre Ergebnisse vom Markt mitgetragen werden.