IFL-TeMi 03/2026: Spritzappliziertes Dämmmaterial bei Instandsetzung

Serienmäßig applizierte Dämmmaterialien auf den Innenflächen von Karosserieteilen beschäftigen erneut die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e.V. (IFL). Die Technische Mitteilung 03/2026 beschreibt das Problem nun am Beispiel eines weiteren Fahrzeugherstellers.

Anknüpfend an die Technischen IFL-Mitteilungen 10/2024 sowie 08/2025, möchte die IFL in dieser TeMi darüber informieren, dass die Problematik von serienmäßig appliziertem Dämmmaterial auf den Türinnenflächen aktuell auch bei Mercedes Benz Modellen zu erkennen und entsprechend zu bewerten ist. Laut IFL werden auf den Türinnenflächen des Mercedes-Benz EQV (Modell W447) serienmäßig spritzapplizierte Dämmraupen anstatt herkömmlicher Bitumen-Dämmmatten eingesetzt. Dieses Material ist im Reparaturfall nicht effektiv entfernbar. Zusätzlich sind Verstärkungen für den Seitenaufprallschutz vollflächig verklebt und nicht demontierbar. Eine fachgerechte Instandsetzung der Türaußenhaut wird somit technisch verhindert.

Die Folge: Selbst bei typischen Standardschäden wie Parkdellen oder leichten Streifschäden ist eine wirtschaftliche Reparatur kaum möglich. Türen – gegebenenfalls auch Heckklappen und Schiebetüren – können demzufolge nur ersetzt statt instandgesetzt werden.

Fazit der IFL: Grundsätzlich sind K&L-Betriebe in der Lage, standardmäßige Schäden kostengünstig zu reparieren. Fehlen jedoch, bedingt durch konstruktive Serienlösungen, die notwendigen Voraussetzungen, scheitert die Reparaturfähigkeit bereits an der Fahrzeugkonstruktion.

Laden Sie sich hier die gesamte >IFL-TeMi 03/2026< herunter.